Konkret: Wer behauptet, dass nach Einführung der Massenimpfungen gewisse Krankheiten stark zurückgegangen sind, verschweigt meistens, dass die Krankeiten auch schon vorher mindestens ebenso stark zurückgegangen sind. (Dazu wurde schon in der Einleitung Stellung genommen.) Ausserdem sind viele Krankheiten in etwa gleichem Ausmass zurückgegangen, obwohl es "dafür" gar keine Impfung gibt, wie z.B. bei Lungenentzündung (um 1900 noch die Todesursache Nr. 1), Scharlach, etc. Diese Beobachtungen stützen die These, dass die sogenannten "Infektions"-Krankheiten durch bessere soziale Verhältnisse zurückgegangen sind: Supermarkt mit günstigen und frischen Lebensmitteln rund um das Jahr, Kühlschrank in jeder Wohnung, trockene und warme Wohnungen für fast jedermann/frau, gute Kleidung für kaltes bzw. nasses Wetter, Kanalanlagen und Müllabfuhr statt Entleerung auf die Strasse, etc., etc.
Ein besonderer Fall ist die Polio-Impfung. Dort wurde mit Einführung
der Impfung die Krankheitsdefinition geändert: auf einmal war eine
eintägige Lähmungserscheinung keine Kinderlähumung mehr, sondern
erst nach Anhalten einer Lähmung über mindestens 60 Tage wurde die
Diagnose "Polio" erstellt.
Kein Wunder, dass die statistisch erfassten Fälle plötzlich stark zurückgegangen sind.
Statistiken können also im besten Fall eine nähere Untersuchung einer Hypothese
rechtfertigen, als Beweise taugen sie nicht.